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Marienbad
Die
Stadt ist architektonisch sehr gefühlvoll in die wunderschönen weitläufigen
Park- anlagen eingebettet, von allen Seiten von Wäldern umgeben
und hat ein breites Spektrum von Naturheilquellen. Die erste Erwähnung
von der Nutzung der Marienquelle zu Heilzwecken in Form von heißen
Mineralwasserbädern geht auf das Jahr 1606 zurück. Nach dem 30-jährigen
Krieg kamen hierher die Kranken aus Böhmen, Sachsen und Bayern.
Die Quellen wurden allmählich gereinigt und die Zugangswege befestigt.
Im Jahre 1788 begegnet man zum ersten mal dem Namen Marienbad -
Mariánské Lázne. Der Name der Stadt geht zurück auf das erste Kurhaus,
das Marien Bad genannt wurde und vom ersten Kurarzt Dr. Josef Nehr
errichtet wurde. Der Name der Stadt wurde im Jahre 1808 amtlich
anerkannt. Als die wichtigste Heilkraft der Stadt werden die hiesigen
Mineralquellen bezeichnet, von denen sich auf dem Gebiet der Stadt
etwa 40 befinden. Sie entspringen in verschiedenen Tiefen und ihre
Gesamtausgiebigkeit beträgt etwa 400-600 l pro Minute. Zu den bekanntesten
Quellen gehören: Kreuzquelle, Ferdinadsquelle, Karolinaquelle, Ambrosiusquelle,
Waldquelle, Antoniusquelle, Marienquellen. Das Kurzentrum bildet
der Pavillon der Kreuzquelle, ein kleiner Tempel im Empirestil aus
dem Jahre 1818. Hier entspringt die bekannteste Marienbader Heilquelle.
Der Pavillon mit 72 Säulen ist mit einer mächtigen Kuppel mit einem
Doppelkreuz überdacht, die die Gründertätigkeit des Klosters in
Teplá (Tepl) symbolisiert. An den Pavillon ist die malerische Wandelhalle
im neubarocken Stil angeschlossen. Am südlichen Ende der Wandelhalle
wurde im Jahre 1986 die Singende Fontäne fertiggebaut, die das Kurzentrum
gefühlsvoll vollendet. Jede ungerade Stunde singt die Fontäne eines
von acht Liedern, um 21 und 22 Uhr sind die Wasserspiele zudem festlich
beleuchtet.
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